Psalm 27 von David.

Der HERR ist mein Licht und mein Heil;

vor wem sollte ich mich fürchten?

Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? Wenn die Übeltäter an mich wollen, mich zu verschlingen, meine Widersacher und Feinde, müssen sie selber straucheln und fallen.

Wenn sich auch ein Heer wider mich lagert,

so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht;

wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn. Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne:

dass ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang,

zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN

und seinen Tempel zu betrachten.

Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen.

 Und nun erhebt sich mein Haupt über meine Feinde,

die um mich sind; so will ich opfern in seinem Zelt mit Jubel,

ich will singen und Lob sagen dem HERRN.

 HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe;

sei mir gnädig und erhöre mich!

 Mein Herz hält dir vor dein Wort: / »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz. Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, verstoße nicht im Zorn deinen Knecht!

Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht und

tu die Hand nicht von mir ab, Gott mein Heil!

 Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich,

aber der HERR nimmt mich auf.

HERR, weise mir deinen Weg und leite mich auf ebener Bahn.

Gib mich nicht preis dem Willen meiner Feinde!

Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des HERRN

 im Lande der Lebendigen. Harre des HERRN!

Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

 

Ein Blick in den Himmel..

lässt uns zuweilen auch an die Ewigkeit denken…

 

Andacht zu Exaudi

(6. Sonntag nach Ostern, 24. Mai 2020)

 

 

 

 

Liebe Leserin und lieber Leser,

 

bestimmt ist das auch für Sie eine nahezu alltägliche Erfahrung: Sie öffnen ein Fenster – und gleichkommt „ein Lüftchen“, ein Windzug hinein. Und manchmal bringt der Windhauch etwas Neues mit sich: Alles riecht frisch und neu nach dem ersehnten Frühlingsregen.

Oder Wärme weht hinein und wir spüren – jetzt ist der Sommer da!

 

Der Wind weht … und etwas verändert sich. Das ist im übertragenen Sinn auch ein gutes Bild für den Heiligen Geist. Vom Kirchenjahr her wird der Heilige Geist über Himmelfahrt und den Sonntag Exaudi hin zu Pfingsten immer wichtiger und „brausender“.

 

„Weißt du, wo der Himmel ist, außen oder innen, eine Handbreit rechts und links. Du bist mitten drinnen“ (Evangelisches Gesangbuch 622). In diesem Lied von Wilhelm Willms wird in scheinbar einfachen Worten zum Ausdruck gebracht – manchmal sind wir schon mitten im Himmelreich.

 

 An Himmelfahrt müssen sich die Jünger verabschieden und verarbeiten, dass Jesus Christus nicht mehr sichtbar unter ihnen ist. Denn er wird aufgenommen in den Himmel. Und doch bleibt Jesus Christus weiterhin nah. Ja, mehr noch die Jünger und wir alle, die wir glauben, werden in gesegneten Momenten schon hineingenommen in den Himmel. Das Himmelreich weht schon zu uns ins „Hier und Jetzt“ hinein. Dass das Himmelreich aber schon mitten unter erfahrbar wird, dass wir von Gottes Ewigkeit berührt und begeistert werden… all das bewirkt der Heilige Geist.

 

Der Heilige Geist – Jesus Christus nennt ihn auch einen „Tröster“, einen „Beistand“, den wir auf Erden haben… Und einen „Tröster“  und „Beistand“ haben wir gerade in den letzten Wochen, die durch die Sicherheitsmaßnahmen „wegen Corona“ und  zuweilen auch durch Einsamkeit geprägt waren, nötig gehabt! Dieser „Tröster“ lehrt auch das Beten- damit wir schon jetzt und hier das Himmelreich, die Ewigkeit Gottes erfahren. So heißt es im Römerbrief (8,26): „Der Geist tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen“. Dass der Heilige Geist für uns eintritt, wenn  wir beten – und das heißt, mit Menschen auf der ganzen Welt, all jenen, die sich jetzt „vor Corona“ (und vielem anderen Schrecken wie Naturkatastrophen und Krieg fürchten)- und mit uns allen und der gesamten Schöpfung seufzt… Dass der Heilige Geist, dann wenn Gott die Welt heilsam verwandelt, mit uns Menschen und der ganzen Schöpfung auch jubeln wird…. Das finde ich wirklich tröstlich!

 

Der Wind weht und etwas verändert sich… Auch unser Leben verändert sich, so sind unter Vorsichtsmaßnahmen wieder Besuche möglich. Und in der Luthergemeinde feiern wir an Exaudi „schon“ den dritten Gottesdienst. Das ist wirklich ein Grund schon für Pfingstfreude!

 

Und dennoch bleibt unser Alltag „durch Corona“ verändert und reduziert, wir müssen weiterhin sehr vorsichtig sein und sind vielleicht manchmal ängstlich und verzagt. Wir merken das auch an unseren Gottesdiensten, die berührend, aber eben durch die Vorsichtsmaßnahmen aufgrund Corona verändert sind. Immer gehen unsere Gedanken in den Gottesdiensten hin zu Gemeindegliedern, die nicht da sein können, weil sie auf ihre Gesundheit achten müssen. Im Geist aber sind wir- auch wenn wir räumlich getrennt sind- alle zusammen!

 

In all dem „Zagen und Hoffen“ ist es gut, wenn der Heilige Geist, der Tröster uns das Beten lehrt- und das Himmelreich uns ganz nahe kommt. Die Geistkraft lehrt uns das Beten, gemeinsam auch mit den Juden und Jüdinnen: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?“ (Psalm 27,1)

 

Einen gesegneten Sonntag Exaudi!

 

Und bleiben Sie gut behütet,

 

Melanie Lohwasser, Pfarrerin

Gedanken zu Rogate 

(5. Sonntag nach Ostern, 17. Mai 2020)

 

Rogate“, übersetzt „betet“, so heißt dieser 5. Sonntag nach Ostern. Vielleicht hat auch für Sie das Beten in der letzten Zeit noch einmal eine neue Bedeutung bekommen?

Denn in den vergangenen Wochen waren wir alle sehr auf uns selbst geworfen, viel allein in den eigenen vier Wänden, die Türen blieben oft verschlossen.  Zwar gibt es jetzt in vielen Bereichen Lockerungen… Für uns als Gemeinde ist dabei besonders bewegend - unter Wahrung von Sicherheitsvorschriften - auch wieder gemeinsam Gottesdienst zu feiern. 

 Dennoch wird es uns auch zukünftig in nahezu allen Lebensbereichen begleiten, dass wir Abstand voneinander halten und niemanden zu nahe kommen dürfen.  In dieser Zeit, die so von „räumlicher Distanz“ geprägt ist, wird besonders deutlich: Das Beten verbindet uns geistlich miteinander – über alle räumliche Trennung hinweg. So werden wir am Sonntag im Gottesdienst besonders auch für diejenigen beten, die nicht in der Kirche sein können, weil sie gesundheitlich gefährdet oder krank sind – im Gebet aber ist diese örtliche Trennung überwunden und wir sind als eine Gemeinde einander nahe.

 

Darüber hinaus verbindet uns das Beten mit Menschen auf der ganzen Welt – und auch das spüren wir in diesen Wochen vielleicht besonders sensibel: Wie innig, wie verzweifelt und traurig, zugleich mit wie viel Hoffnung und Zuversicht Menschen auf der ganzen Welt zu Gott beten, nicht nur, aber eben auch wegen der Corona-Epidemie. Und natürlich verbindet das Beten zutiefst mit Gott!

 

Vielleicht empfinden Sie diese geistliche Verbundenheit gerade auch besonders, wenn Sie die Glocken der Lutherkirche (und anderer Kirchen in Ihrer Nähe) hören? Auch zu „normalen Zeiten“ läuten die Glocken der Lutherkirche – wie vieler anderer Kirchen- um 12.00 Uhr mittags und um 18.00 Uhr abends. Nun in diesen Wochen, die so stark durch die Einschränkungen aufgrund der Corona-Epidemie geprägt waren und auch noch sind, hat der Kirchenvorstand beschlossen der Luthergemeinde beschlossen, dass die Glocken auch um 9.00 Uhr morgens läuten. Das hat einen tiefen Grund: Die Zeiten, in denen die Glocken geläutet werden, sind Gebetszeiten – wir können innehalten und gleichsam gemeinsam beten, auch und gerade dann, wenn wir nicht persönlich zusammen sein können. Und gerade jetzt tut es gut, morgens, mittags und abends im Gebet die Herausforderungen und Sorgen des Tages loszulassen und in Gottes Hände zu legen.  Immer wieder hören wir von Menschen, wie viel ihnen das Glockenläuten bedeutet

 

Was aber geschieht im Gebet? Es ist ja nicht so, dass sich alle Bitten an Gott erfüllen. Und das trifft auch auf wirklich wichtige Bitten zu…. Das Beten um Gesundheit und Wohlergehen von geliebten Menschen und uns selbst; die Bitte von Schicksalsschlägen und Gewalt verschont zu bleiben und nicht zuletzt um Frieden auf der Welt…. Das alles erfüllt sich zuweilen nicht so, wie wir es erbitten. Der Riss, die Verwundbarkeit des Lebens in der Welt, die wir vielleicht in diesen von Corona geprägten Wochen besonders spüren, sie bleibt auch im Gebet bestehen.

 

Was also geschieht im Gebet? Das lässt sich in Worten nur unzureichend erklären.  Vielleicht am ehesten mit einem Bild?  Im Gebet öffnet sich eine Tür (und was gibt es Schöneres in dieser „isolierten Zeit“ als dass sich eine Tür öffnet?!). Eine Tür – hin zu Gott. Und indem sich diese Tür öffnet, sind wir im Moment des Betens schon herausgenommen aus dieser verletzlichen und verwundeten Welt und sind schon in der Ewigkeit. Vor allem aber dürfen wir im Beten schon jetzt erfahren, was am „jüngsten Tag“ alle Menschen und die gesamte Schöpfung heilsam erfahren werden: Dass Gott die Welt verwandeln wird  in Frieden und Gerechtigkeit

Darum - um diese heilsame Erlösung der Welt - bitten wir mit dem wichtigsten christlichen Gebet, dem Vaterunser (das übrigens tief im jüdischen Kaddischgebet wurzelt)  

 

„Dein Reich komme…“

 

So beten wir am Sonntag im Gottesdienst, mit allen, die da sind und allen, die nicht da sein können und die uns doch im Gebet nahe sind. So können wir beim Glockenläuten (und natürlich auch zu jeder anderen Zeit!) beten. Und so beten wir voller Zuversicht:

 

„Denn dein ist das Reich und die Kraft und

die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen!“

Psalm 98

Psalm zum Sonntag

Cantate

 

Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder.

Er schafft Heil mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.

 

Der HERR lässt sein Heil verkündigen; vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar.

 

Er gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel,

aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.

 

Jauchzet dem HERRN, alle Welt, singet, rühmet und lobet!

Lobet den HERRN mit Harfen, mit Harfen und mit Saitenspiel!

 

Mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem HERRN,

dem König!

 

Das Meer brause und was darinnen ist,

der Erdkreis und die darauf wohnen.

Die Ströme sollen in die Hände klatschen,

und alle Berge seien fröhlich vor dem HERRN;

denn er kommt, das Erdreich zu richten.

 

Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit

und die Völker, wie es recht ist.

Gedanken zu Cantate

 

4. Sonntag nach Ostern,

10. Mai 2020

 

„Du meine Seele singe…“ Dieses Lied von Paul Gerhardt ist das Wochenlied zu „Kantate“, dem vierten Sonntag nach Ostern am 10. Mai 2020. „Cantate“- das heißt übersetzt: „Singet!“ Und vielleicht werden bei Ihnen gleich Erinnerungen wach? An eigenes Singen… In früher Kindheit schon, noch etwas schief, dafür aber begeistert und aus voller Kehle? Vielleicht singen Sie ja auch jetzt in einem Chor- vielleicht sogar der Lutherkantorei - oder spielen ein Instrument?

„Du meine Seele singe…“  Aber – genau das ist doch in dieser durch die Corona-Epidemie geprägten Zeit nicht möglich?!  Auch wenn wir jetzt ab Sonntag 10. Mai, ab Cantate also, in der Lutherkirche wieder Gottesdienste feiern, worüber wir uns von Herzen freuen. So gehört doch zu den Vorsichtsmaßnahmen, die wir bei den Gottesdiensten beachten müssen, dass vor allem das gemeinsame Singen als Gemeinde in der kommenden Zeit nicht erlaubt sein wird. Kantate also ohne Gemeindegesang…. Kirchenmusikerin Elke Katscher-Reulein und Pfarrer Reiner Haberstock werden den Gottesdienst musikalisch gestalten und solistisch singen.   Das wird sicher sehr schön und berührend. Und doch werden wir wohl besonders in diesem Gottesdienst an Cantate auch spüren, was wir vermissen… Vielleicht ist das aber auch ganz „stimmig“ so? Denn wenn wir in dieser von Corona überschatteten Zeit Gottesdienst feiern, dann sind die Gottesdienste anders als „ohne Corona“ – und doch sind es ganz und gar Gottesdienste! Beim Feiern der Gottesdienste sollten wir auch immer jene besonders im Blick haben, die nicht dabei sein können: Etwa auch weil sie einer Risikogruppe angehören oder krank sind. Ihre Abwesenheit zu spüren; an die Menschen, die nicht kommen können zu denken, für sie zu beten, und „in der Seele für sie mitzusingen“, das wird nun in den Gottesdiensten wichtig sein.

„Wohlauf und singe schön…“  Wenn wir doch nicht selbst gemeinsam singen können im Gottesdienst, dann gibt es doch Gründe, in der Seele mitzusingen und Gott zu loben. Das wird durch das Wochenlied deutlich – und durch die Beschäftigung mit der Biografie Paul Gerhardts: Der Pfarrer und Lieddichter Paul Gerhardt (1607-1673) erlebte den Dreißigjährigen Krieg mit. Schon als Junge verlor er erst den Vater und dann die Mutter. Beruflich durchlebte Paul Gerhardt große Erfolge – und Niederlagen. Mit seiner Frau Anna Maria, geborene Berthold, hatte Paul Gerhardt fünf Kinder, von denen vier früh verstarben, nur ein Sohn überlebte die Eltern. Diese Erfahrungen spiegeln sich in den Liedern von Paul Gerhardt wider. Wie alle Lieder Paul Gerhardts enthält das Lied „Du meine Seele singe“ gewissermaßen auch „dunkle Töne“.  In dem Lied klingt an, dass es der Erfahrung von Krieg, Gewalt und Krankheiten, von Schicksalsschlägen, Tod und zuweilen großem Glück abgerungen ist…  Durch all das trägt den Lieddichter Paul Gerhardt der Glaube, dass Gott nahe ist in den schweren wie in den wunderschönen Zeiten des Lebens.

 

Den Erfahrungen von Krieg und Gewalt abgerungen? Vielleicht denken Sie dabei auch an den Krieg, den die älteren Gemeindeglieder noch miterlebt haben?  Denn am Freitag, den 08. Mai 2020, ist ein Gedenk- und Feiertag, der ebenfalls durch die Einschränkungen durch die Corona-Epidemie still ins Land gehen wird:  Am 08. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal! Vielleicht haben Sie selbst noch Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit? Oder Sie haben von Ihren Eltern- oder Großeltern- erzählt bekommen, wie sehr der Krieg das Leben bestimmt hat?  Gerade die Älteren unter uns wissen nur zu gut, dass eigentlich jeder Tag, den wir im Frieden verleben, Grund ist aus ganzer Seele zu singen (nun schon seit 75 Jahren!). Nicht vergessen dürfen wir dabei, dass gleichsam im Schatten der Corona-Epidemie die Kriege auf der Welt weitergehen. Wie sehr würden etwa die Menschen in Syrien und im Jemen aus ganzer Seele singen, wenn endlich Frieden wäre!

 

„Du meine Seele singe…“ Wie alle Lieder Paul Gerhardt erzählt auch dieses von einem gewachsenen und gereiften Glauben: Einem Glauben, der um die Finsternis des Lebens weiß, gerade auch die Finsternis, die wir Menschen durch Krieg und Gewalt auf die Welt bringen.. Ein Glauben, der umso mehr auf Gott und die Auferstehung Jesu Christi vertraut. Zudem öffnet ein solcher Glauben den Blick für all das Schöne, was uns schon geschenkt ist. In unserem Fall auch die segensvolle Erfahrung des Friedens.

Auch wenn wir gerade nicht als Gemeinde gemeinsam singen können. So eröffnet sich doch vielleicht besonders durch die Musik im Gottesdienst oder durch die Andacht zu Hause, wieviel Grund es gibt Gott zu danken und „in der Seele zu singen“.

Mit den Worten Paul Gerhardts:

„Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm

der Herr allein ist König, ich eine welke Blum.

Jedoch, weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt

ists billig, dass ich mehre sein Lob vor aller Welt.“

(Evangelisches Gesangbuch 302)

 

Bleiben Sie gut behütet,

 

Pfarrerin Melanie Lohwasser

„Ostern ist immer noch“

 

Gedanken zu Jubilate

3. Sonntag nach Ostern,

3. Mai 2020

 

„Ostern ist immer noch“, hat meine neunjährige Tochter Sarah auf eine Karte geschrieben, die sie im „Kindergottesdienst“ gebastelt hat – bei uns zu Hause auf dem Sofa, wo wir in diesen durch die Corona-Epidemie eingeschränkten Wochen Kindergottesdienst feiern. „Ostern ist immer noch.“ Das stimmt in einem tiefen Sinne: Denn vom Glauben her ist die Auferstehung Jesu Christi ein Ereignis, das auch heute und jetzt unser Leben berührt, prägt und verändert. Dabei sind gerade jetzt die Wochen nach Ostern – auch und gerade mit dem eigenartigen Ostern in diesem Jahr 2020 – österliche Freudenzeit. Das zeigt sich auch an diesem dritten Sonntag nach Ostern am 03. Mai 2020.  „Jubilate“, heißt der Sonntag, übersetzt „jubelt“.

 

So beginnt auch der Wochenpsalm voller Jubel und Freude: „Jauchzt Gott, alle Lande! Lobsingt zur Ehre seines Namens, rühmet ihn herrlich! Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke! (Psalm 66, 1-3a). „Aber…“, so möchten Sie vielleicht einwenden. Und tatsächlich: Gab es denn in den vergangenen Wochen, die belastet waren durch Einschränkungen und Sorgen aufgrund der Corona-Epidemie, viel Grund zu jubeln? Das Leben von vielen von uns war und ist belastet durch wirtschaftliche Sorgen, durch die Gedanken um die Kinder, die nicht in den Kindergarten und zur Schule gehen können, durch die Traurigkeit darüber Verwandte sowie Freunde und Freundinnen nicht treffen zu dürfen Sorgen vor allem auch um die eigene Gesundheit und die anderer Menschen.

Zudem haben viele Menschen auch hier in der Luthergemeinde intensiv erfahren, wie wichtig und unersetzbar uns das gemeinsame Feiern der Gottesdienste ist. So freuen wir uns von Herzen darauf, dass bald wieder Gottesdienste möglich sein werden. Aber auch diese werden mit viel Umsicht und Bedacht geplant werden müssen. Selbstverständlich informieren wir Sie über die Gottesdienste hier auf unserer Website und über die Aushänge im Gemeindebüro! Auch für die Gottesdienste und das geistliche Zusammensein gilt, dass wir „das Leben leise wieder lernen müssen“ um mit einem Gedicht von Nelly Sachs zu sprechen.

 

 All das, was ich gerade schreibe, klingt nach Jubel, der auch noch mit Traurigkeit durchsetzt ist, oder? Das trifft sich aber mit dem Jubel in den Psalmen: Denn ein Blick in die Psalmen, diese wunderbaren Gebete- eigentlich Lieder- der Bibel zeigt, dass der Jubel darin niemals oberflächlich und leichtfertig ist. Vielmehr ist der Jubel in den Psalmen stets „abgetrotzt“: Den Gefahren nämlich, denen das menschliche Leben unterliegt etwa an Krieg, Gewalt und Seuchen (!). Trotz und gerade in alledem wird von Menschen die Erfahrung gemacht, von Gott hindurch getragen zu werden, das besingen die Psalmen. Und das ist vielleicht doch ein Grund gemeinsam mit der Schöpfung- mit allem, was Atem hat- einzustimmen in den Jubel zu Ehren Gottes? Gemeinsam mit der Schöpfung, die – genau wie wir Menschen – verletzlich ist und doch so wunderschön?

 

Vom christlichen Glauben, gleichsam von Ostern her, erscheint das Leben noch in einem neuen Licht. Davon erzählt auch der Wochenspruch aus dem 2. Korintherbrief: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“ (2. Korinther 5,17). Das Leben ist durch die Auferstehung von Jesus Christus schon verwandelt. Das bedeutet längst nicht, dass „schon alles gut ist“. Das wird in dieser Zeit der Corona-Pandemie sehr deutlich. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass auch über Corona hinaus das Leben so vieler Menschen auf der Welt stets verwundet ist durch Krieg und Gewalt und dass auch zu jeder Zeit Krankheit und Schicksalsschläge das persönliche Leben verletzen können.

 Auch ist der Glaube auf ein durch die Auferstehung Jesu Christi neues und verwandeltes Leben keine Vertröstung auf das Jenseits! So wie das Licht des neuen Tages das Dunkel der Nacht verdrängt. So dürfen wir „von Ostern her“ in gesegneten Momenten schon erfahren, wie das von Gott verwandelte und „geheilte“ Leben hier und jetzt unter uns aufleuchtet. Und dadurch kann Glaube an die Auferstehung unser Leben hier und jetzt mit Mut und Trost, mit Widerstandskraft – und mit Jubel erfüllen.

 

„Ostern ist immer noch“. Auch wenn uns in den nächsten Wochen noch viele Sorgen und Ängste um die Corona-Epidemie begleiten werden so dürfen wir vielleicht gerade jetzt erfahren, wie die Auferstehung Jesu Christi unser Leben berührt, prägt und verändert.  Und das möglichst bald wieder auch gemeinsam mit Ihnen im Gottesdienst zu feiern, darauf freuen Pfarrer Reiner Haberstock und ich uns von Herzen.

 

Bleiben Sie gut behütet,

 

Melanie Lohwasser, Pfarrerin

Verse aus

Psalm 66,

Psalm zum Sonntag Jubilate (Jauchzet!)

 

Ein Psalmlied, vorzusingen.

 

 

Jauchzet Gott, alle Lande!

Lobsinget zur Ehre seines Namens;

rühmt ihn herrlich!

Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke!

Deine Feinde müssen sich beugen vor deiner großen Macht.

Alles Land bete dich an und lobsinge dir,

lobsinge deinem Namen.

Kommt her und sehet an die Werke Gottes,

der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.

Er verwandelte das Meer in trockenes Land,

sie gingen zu Fuß durch den Strom;

dort wollen wir uns seiner freuen.

Lobet, ihr Völker, unsern Gott,

lasst seinen Ruhm weit erschallen,

der unsre Seelen am Leben erhält

und lässt unsere Füße nicht gleiten.

Psalm 23

Der HERR ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße

um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit

werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben

im Hause des HERRN immerdar.

 

Gedanken zu

Misericordias Domini 

2. Sonntag nach Ostern,

26. April 2020

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

ein Lamm, jetzt in diesen Frühlingstagen geboren,

läuft über eine grüne Wiese. Unvermittelt bleibt das Tier stehen und springt in die Höhe… Die pure Lebensfreude! Und hat das Lamm nicht allen Grund, so unbesorgt zu sein? Schließlich ist es gut behütet… Von seiner Mutter, aber auch von einem Hirten, der aufpasst, dass es jedem Tier in seiner Herde gut geht, und sei das Tier noch so klein und zart.

 

Eine Schafherde mit Lämmern und einem Hirten… Das scheint uns  vielleicht im Moment weit weg von unserem täglichen Leben… Weil wir  mitten in der Stadt wohnen… Aber auch weil es  uns in diesen von der Corona-Epidemie geprägten Wochen an manchem Tag kaum möglich ist, die eigene Wohnung zu verlassen und wir uns geradezu nach einer gründen Weide sehnen? Bestimmt haben wir alle  dennoch in unserem Leben schon oft Schafe mit ihren Lämmern auf einer Weide gesehen, behütet von einem Hirten.

 

In der Bibel wird von Gott immer wieder als gutem Hirten gesprochen. Ein guter Hirte, der sich  um die gesamte Herde und um jedes einzelne Schaf sorgt, also um alle Menschen und zugleich um jeden und jede von uns ganz persönlich. Im Neuen Testament wird Jesus Christus, Gottes Sohn, mit dem guten Hirten identifiziert. So heißt es im Wochenspruch aus dem Johannesevangelium „Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben“ (Joh 10, 11, 27-28).

Die Schafe, die Jesus Christus hier beschreibt, sind alles andere als dumm! Denn sie sind aktiv, hören die Stimme und folgen Jesus Christus, der wiederum alle kennt, die zu ihm gehören und ihnen das ewige Leben schenkt.

Auf den christlichen Glauben bezogen, bedeutet das: Als Christen und Christinnen hören wir  auf  Jesus Christus, in dem sich uns Gott offenbart. Und Jesus Christus weiß um uns und bewahrt uns, in diesem Leben und über den Tod hinaus.

 

Gott ist wie ein guter Hirte… Dieses Vertrauen verbindet uns zutiefst auch mit den Juden und Jüdinnen. Denn auch in der Hebräischen Bibel, unserem Alten Testament, wird Gott immer wieder als guter Hirte beschrieben. So heißt es im Psalm 23, ein Gebet, das Sie vielleicht schon als Kind auswendig lernten und das der Wochenpsalm für diese Woche ist: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir…“ 

 

Wie hören wir dieses Gebet, in dieser durch „Corona“ geprägten Zeit?!  Einer Zeit, in der durchaus viele versuchen, gute Hirten und Hirtinnen zu sein? Politiker und Politikerinnen, aber auch  Ärzte und Ärztinnen, Pflegerinnen und Pfleger – und so  viele andere!-  letztlich jeder und jede von uns… Versuchen wir nicht, uns möglichst so zu verhalten, dass alle, „die ganze Herde“, und jeder und jede Einzelne gut geschützt sind? Es ist dabei mit an uns, besonders auf jene unter uns zu achten,  die zart und verletzlich sind.

So viel wir Menschen aber auch vermögen, wir merken in diesen Wochen auch neu, wie fehlbar wir sind: Entscheidungen, die gestern noch galten, sind heute schon überholt.  Wir Menschen können also immer nur begrenzt gute Hirten und Hirtinnen sein, so sehr wir uns auch bemühen.

 

 Und Gott?! Gerade jetzt in diesen Wochen erfahre ich neu, dass es im Glauben keine einfachen Antworten gibt: Auch wenn wir glauben, bedeutet das nicht, dass wir vor Krankheit und Schicksalsschlägen geschützt sind. Wohl aber können wir aus unserem Glauben die Zuversicht schöpfen, dass Gott uns begleitet und uns trägt- so  wie es ein guter Hirte tun würde- auch und gerade jetzt durch dieses finstere Tal. Und in diesem „tieferen Sinne“ dürfen wir uns von Gott behütet fühlen. So wie es Gott durch den Propheten Ezechiel verheißt, mit Worten, die uns jetzt in diesen „Corona-Wochen“ vielleicht besonders berühren:   Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der HERR.  Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist (Ezechiel 34. 16).

 

Sich nicht zu  sehr ängstigen zu lassen von den vielen Stimmen, die etwas zur Corona-Epidemie sagen und die sich auch widerspreche, das könnte wichtig  sein jetzt in dieser Zeit Von Ostern her ist uns aufgetragen auf die Stimme von Jesus Christus zu hören. Jesus Christus, der gute Hirte, in dem sich uns Gott offenbart und der uns das ewige Leben schenkt. Das ewige Leben, das schon hier und jetzt unter uns aufleuchtet. Auch und gerade jetzt!

„Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben“ (Joh 10, 11, 27-28).

 

Melanie Lohwasser, Pfrn.

Psalm 116, 1-9

zu Quasimodogeniti 19. April 2020

 

Das ist mir lieb, dass der HERR meine Stimme und mein Flehen hört.

Denn er neigte sein Ohr zu mir; darum will ich mein Leben lang ihn anrufen.

Stricke des Todes hatten mich umfangen, / des Totenreichs Schrecken hatten mich getroffen; ich kam in Jammer und Not.

Aber ich rief an den Namen des HERRN:

Ach, HERR, errette mich! Der HERR ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig. Der HERR behütet die Unmündigen; wenn ich schwach bin, so hilft er mir.

Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der HERR tut dir Gutes. Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.

Ich werde wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen. 

Gedanken zu Quasimodogeniti

(Sonntag, 19. April 2020)

 

"Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wieder-geboren hat zu einer lebendigen

Hoffnung durch die Auferstehung

Jesu Christi von den Toten“

(1. Petrusbrief 1,3)

 

So heißt es im Wochenspruch aus dem ersten Petrusbrief. Für mich bleibt von diesem Satz vor allem hängen: Wir sind wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung. Das bedeutet doch: wir sind nicht nur erfüllt von Hoffnung- das wäre ja auch schon viel! Gerade jetzt in den Zeiten der Corona-Pandemie. Aber hier wird ja noch mehr verheißen: Jeder und jede von uns, wir alle gemeinsam, wir sind lebendige Hoffnung – von Ostern her.

Wenn ich ein Bild für die Hoffnung suche, in diesen Wochen, dann fällt mir eine Kerze ein: Ein Glaubenslicht, das leuchtet, vor allem in uns selbst. In manchen Momenten in dieser schweren und belastenden Zeit strahlt das Glaubenslicht ganz hell. In anderen Augenblicken flackert das Licht…  Dann wenn Sorgen unser Herz schwer machen: Wie wird es weitergehen? Bleiben meine Ange-hörigen, meine Freunde und Freundinnen gesund- oder werden wieder gut genesen? Wann kann die Oma ihr Enkelkind wiedersehen? Wie geht es meinem Onkel im Krankenhaus, meiner Großtante im Pflegeheim, die gerade keinen Besuch haben dürfen? Ist meine Arbeitsstelle sicher?

 

Und auch der Blick in die Welt kann das Herz schwer machen und verdunkeln: Wie etwa die Bilder vom blühenden Central Park in New York, in dem jetzt ein großes Feldlazarett aufgebaut ist.

Das Glaubenslicht in uns hell leuchtend oder durch Sorgen und Ängste flackernd: So wankelmütig und verunsichert wir auch sein mögen in dieser Zeit. Von der Bibel her ist uns zugesprochen: Wir sind lebendige Hoffnung. Hoffnungslichter. Mal hell leuchtend, mal flackernd. Doch nicht aus uns selbst kommt das Licht. Sondern von Gott her. Gottes Licht, das uns leuchtet, gerade auch in der Finsternis und sei es Krankheit und Todesangst….

 

 Davon erzählt auf eigene Weise auch die Verheißung des Propheten Jesaja. Und diese Verheißung verbindet uns zutiefst mit den Juden und Jüdinnen. Denn ihnen gilt das Gotteswort durch den Propheten Jesaja zuerst und bleibend. Eine Verheißung, in die Christen und Christinnen hineingenommen werden durch Jesus Christus. So heißt es bei Jesaja im 40. Kapitel, Vers 26 f:

"Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Gott führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt…."

In finstere Zeiten hinein spricht der Prophet Jesaja: Die Babylonier waren in Jerusalem eingefallen und hatten den Tempel niedergebrannt, die Häuser zerstört. Bald werden in den Trümmern auch Krankheiten um sich greifen.

In diese finstere Zeit hinein also spricht der Prophet Jesaja die Verheißung Gottes. Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Zu etwas, was bis heute schwerfällt, gerade auch in diesen Wochen der Corona-Krise, ermutigt Gott durch den Propheten: Nämlich den Blick nicht allein auf die Finsternis zu richten. Sondern auf die Schöpfung, die um uns blüht – gerade jetzt so wunderschön- und wie ein Fingerzeig Gottes ist. Ich persönlich erlebe im Moment, wie zutiefst tröstlich gerade ein Spaziergang ist. Von Menschen in Quarantäne weiß ich, dass auch der Blick aus dem Fenster schon gut tut: Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? 

Gott, geheimnisvoll und unerforschlich, bleibt doch nahe. Trotz und gerade in der Finsternis. Gerade jetzt!

Und hier wird die Verheißung des Propheten Jesaja ganz persönlich und seelsorgerlich:  Gott gibt den Müden Kraft und Stärke genug den Ohnmächtigen… (Jesaja 40, 29). Das gilt uns ganz persönlich: Wenn wir müde sind und uns ohnmächtig fühlen in dieser Situation der Corona-Pandemie; eine Situation, von der niemand weiß, wie lange sie noch dauert: Gott erfüllt uns mit Kraft. Und wie!  Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.  (Jesaja 40,31). Vielleicht haben Sie auf einer Wanderung durch die Berge schon mal einen Adler auffahren sehen? Im Bethmannpark oder in der Grünanlage sehen Sie vielleicht eher eine Meise oder eine Amsel die Flügel ausbreiten und losfliegen? Auch das vermittelt schon das Gefühl von Freiheit!  Es wird der Tag kommen, da wird Gott es uns federleicht ums Herz werden lassen. So dass wir mit Kraft erfüllt werden und auffahren mit Flügeln wie ein Vogel.

Bis dahin wird das Hoffnungslicht in uns leuchten. Mal strahlend, mal flackernd. Aber es wird nicht verlöschen. Denn das Licht kommt von Gott. Und wird uns zuteil in der Auferstehung Jesu Christi.

Von Ostern her.

 

Mit österlichen Grüßen,

Melanie Lohwasser, Pfarrerin

Christ ist erstanden
von der Marter alle.

Des solln wir alle froh sein;
Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.


Wär er nicht erstanden,
so wär die Welt vergangen.
Seit dass er erstanden ist, so lobn wir den Vater Jesu Christ´.
Kyrieleis.

Halleluja,
Halleluja,
Halleluja!
Des solln wir alle froh sein;
Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.

 

Surrexit Dominus vere!

Halleluja, Halleluja!

Surrexit Christus hodie!

Halleluja, Halleluja!

(Osterkanon aus Taizé)

 

Deutsche Übersetzung:

Der Herr ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja, Halleluja!

Christus ist heute auferstanden! Halleluja, Halleluja!

 

 

 

Gedanken zu Ostern

 

Christ ist erstanden von der Marter alle.


Des solln wir alle froh sein; Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.

 

Im ältesten uns bekannten Osterlied wird in sieben Worten die Osterbotschaft hineingerufen in die Welt, in besonderer Weise in diesem Jahr, in dem wegen Corona die christlichen Gemeinden nicht in den Kirchen zusammen kommen und miteinander dort den Ostergottesdienst feiern können.

 

 -Christ ist erstanden von der Marter alle. -

 

Das Lied ruft uns, dem Leid, dem Tod, der Angst, der Verzweiflung diese sieben Worte entgegen zu singen.

 

Jesus Christus hat die Marter erlitten, Angst und Qual bis zuletzt, ist schreiend vor Qual und Schmerz am Kreuz gestorben, aber die Qual und der Tod haben nicht das letzte Wort behalten. Gott, der sprach: "Es werde Licht!" hat ihn, den Gekreuzigten auferweckt von den Toten.

 

Diese unglaubliche Botschaft haben die Frauen vernommen, die am Morgen des dritten Tages nach seiner Kreuzigung zum Grab gekommen waren, um zu tun, was sie am Freitagabend, als er auf die Schnelle ins Felsengrab gelegt werden musste, nicht mehr hatten tun können. Jetzt, als der Sabbat vorüber ist, wollen sie tun, was sie am Freitag nicht hatten tun können, sie wollen den Leichnam des Gekreuzigten salben.

In großer Trauer gehen sie zum Grab. Umfangen vom Dunkel des Todes, hören sie im Dunkel des Felsengrabes die unglaubliche Botschaft aus dem Munde eines jungen Mannes im weißen Gewand, wie der Evangelist Markus es berichtet: "Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten.  ..."

 

Was da geschehen ist, was wir da hören, ist das Unglaubliche.

Was wir an Ostern hören, ist Geheimnis aus Engelsmund, die Botschaft dessen, der spricht: " Es werde Licht!", mitten in das Todesdunkel hinein, mitten in diese Welt hinein, mitten in die Qual hinein, in der Menschen leiden und sterben.

 

Im Ostergeheimnis, so glauben es Christinnen und Christen, bekennt sich Gott zu Jesus Christus. In der Auferweckung Jesu Christi von den Toten wird offenbar, in ihm, dem gekreuzigten Auferstandenen, ist Gott an unserer Seite, im Leben, im Leiden, in der Qual und im Sterben.

 

-Christ ist erstanden von der Marter alle. -

 

Die Angst, die Krankheit, Qual und Tod behalten nicht das letzte Wort, er der erstanden ist von der Marter alle, er ist bei uns in der Not, er ist es, zu dem wir rufen: "Kyrie eleis!"  - "Herr erbarme dich!"

 

Darum dürfen wir froh sein, Christ will unser Trost sein!

 

Wir sind gerufen, gerade auch jetzt, wo das Coronavirus die Welt in Atem hält - und so vielen den Atem nimmt - einzustimmen in das Lied der Hoffnung auf ihn, der erstanden ist von der Marter alle, der uns in unserer Marter nicht allein lässt und uns aus dem Tod ins Leben ruft,  der uns hinein nimmt in sein Auferstehen.

 

Heute und morgen und in Ewigkeit!

 

Hans Reiner Haberstock, Pfr.

Gedanken zum Karfreitag,

10. April 2020

 

Tiefschwarz. Selbst die Sonne hat ihren Glanz verloren. Und als die Finsternis am schlimmsten ist, schreit sogar Jesus Christus:  Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?! (Markus-Evangelium 15,33).

Wie Jesus Christus schreien viele Menschen durch die Zeiten hindurch zu Gott. Voller Verzweiflung und Todes-angst: Frauen, Männer und Kinder schreien so, die unter Krieg und Gewalt leiden, auch und gerade jetzt in diesen Wochen. Denn die Konflikte dieser Welt machen durch die Corona-Epidemie keine Pause, sondern sie gehen im Verborgenen umso gewaltsamer weiter. Und natürlich haben Menschen durch die Zeiten hindurch zu Gott geschrien – laut und leise-,  wenn sie selbst oder nahe Menschen krank wurden oder auch wenn sie Sorge  hatten zu erkranken. So wie jetzt in diesen Tagen, da die ganze Welt von der Corona-Pandemie betroffen ist, Menschen nah und fern zu Gott schreien oder zuweilen auch verstummen.

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?! Dieser Schrei, den Jesus Christus in der Todesstunde ausstößt, stammt aus einem Gebet der Hebräischen Bibel, dem Psalm 22. In Psalm 22 heißt es weiter: „Gott, sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe“ (Vers 12). In tiefschwarzen Momenten, wenn die Finsternis am schlimmsten ist, ist  Angst vielleicht besonders nahe. Angst, die zurzeit noch verstärkt wird dadurch, dass wir alle in unseren Sozialkontakten eingeschränkt sind und nahe Menschen nicht sehen dürfen. Da kann zuweilen das Herz schwer werden, voller Angst um sich selbst und um andere. In der Angst sind wir verbunden mit Menschen auf der ganzen Welt.  Kinder, Frauen und Männer in armen Ländern sind vor einer Erkrankung durch das Corona-Virus noch viel weniger geschützt als wir. Verbunden in der Angst.  Macht nicht das Wissen über unsere Verletzlichkeit und letztlich Sterblichkeit das Mensch-Sein aus? Jesus Christus geht mitten hinein in das Leiden, macht sich verletzlich, stirbt am Kreuz: „Seht, welch ein Mensch!“

 

 Was hilft gegen die Angst?! Im Johannesevangelium wird erzählt, dass Jesus Christus in dem Moment als die Finsternis am schlimmsten ist, Menschen einander anvertraut, damit sie nach seinem Tod einander beistehen und liebevoll füreinander sorgen. So vertraut Jesus seiner Mutter Maria seinen Lieblingsjünger Johannes an: „Frau, siehe, das ist dein Sohn!“ Und zu Johannes sagt Jesus: „Siehe, das ist deine Mutter!“ (Johannesevangelium 19,  26-27). Natürlich sind Maria und Johannes nicht leiblich miteinander verwandt. Sondern Jesus vertraut sie einander an, weit über persönliche Familienbeziehungen hinaus. Indem Maria und Johannes nicht allein auf sich selbst geworfen sind in ihrer Angst und Trauer, sondern füreinander sorgen, weisen sie gleichsam in der Liebe und Fürsorge über sich selbst heraus. Vielleicht haben Sie auch schon in manch dunklem Moment Ihres Lebens erfahren, dass es gerade in schweren Situationen gut tut, fürsorglich für jemand anderen da zu sein? Im Moment ist das Füreinander-Sorgen noch dadurch erschwert, dass wir andere Menschen ja kaum noch persönlich sehen und schon gar nicht berühren dürfen. Aber es gibt so viele Zeichen einander Mitgefühl, Nähe und Solidarität zu zeigen und sie werden gerade vielfältig gelebt zwischen den Generationen hier in unserer Gemeinde und Nachbarschaft.

 

Und dann gibt es noch Halt und Trost, der weit über unser menschliches Miteinander hinausreicht. Im christlichen Glauben sind wir hineingenommen in das Sterben vor allem aber in Auferstehung Jesu Christi. So schreibt der Apostel Paulus im zweiten Korintherbrief „Ist jemand in Jesus Christus so ist er – so ist sie – eine neue Kreatur“ (Kapitel 5, 17). Wir alle, mit all unserer Angst, mit unserer Verletzlichkeit und unserer Sterblichkeit  sind schon hineingenommen in das neue Leben, das Jesus Christus schenkt. 

Tiefschwarz ist der Karfreitag. Und tiefschwarz ist vielleicht mancher Moment in unserem Leben. Gerade jetzt. Aber dabei wird es nicht bleiben, es wird nicht lange dauern, dann wird das Licht des Ostermorgens alle Todesfinsternis überwinden: Das Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden

(2. Korintherbrief 5,17)

 

Mit Segensgrüßen zum Karfreitag,

 

Melanie Lohwasser, Pfarrerin

„Er war der Allerverachtetste…“

Jesaja 53,3

 

 

Vor 75 Jahren, im Frühjahr 1945 wurde das Bild, das Sie hier sehen, in den Trümmern der Lutherkirche aufgenommen. Seit Februar 1944 lag der Torso der Christusfigur im Trümmer-haufen, der von der Luther-kirche übriggeblieben war. Als Ende März 1945 der Einmarsch der amerikanischen Truppen bevorstand, begann man Panzersperren in den Straßen zu errichten. Dafür wurde Material aus den Trümmern geholt, unter anderem auch die zerborstene Figur des Gekreuzigten. Sie ragte heraus aus einer Panzersperre, mit einer Zipfelmütze auf dem Kopf.

Die Zipfelmütze auf dem Kopf des Christus aus der Lutherkirche: – Zynismus – Spott – Verachtung – Verbitterung - ???!!!

 

Vor den Bombenangriffen hing die Figur am Kreuz im Bogen vor dem Chorgewölbe, hoch über den Köpfen der Gemeinde.

Der Gekreuzigte, er wurde von den ersten Christinnen und Christen in Verbindung gebracht, identifiziert mit jenem Knecht Gottes, von dem im 53. Kapitel im Buch des Propheten Jesaja die Rede ist: „Er war der Allerverachtetste…“.

 

Diesen Allerverachtetsten aber verbunden zu sehen mit denen, die in der Nachbarschaft als Juden, Sintis und Romas, Sozialdemokraten, Kommunisten, Homosexuelle, Schwarze und Farbige oder den Menschen in den slawischen, sogenannten „Feindesländern“, die als „Untermenschen“ verachtet und diskriminiert wurden, das war vielen Christen und Christinnen fremd, die sich als „Arier“, als „Herrenmenschen“ fühlten.

 

Die Zipfelmütze auf dem Kopf des Christus, ich deute sie als Folge der „Christusvergessenheit“, sowohl von Christen als auch von Nichtchristen, die vergessen haben, dass Jesus Christus als Gottessohn erkannt worden ist, weil er identifiziert wurde mit dem, von dem wir bei Jesaja hören. „Er war der Allerverachtetste…“. An die Geschichte mit der Zipfelmütze auf dem Kopf des Christus aus der Lutherkirche nach 75 Jahren erinnere ich, damit wir nicht vergessen: Christus, (übersetzt: „der Gesalbte Gottes“) ist als der Allerverachtetste in der Mitte derer, die verachtet und diskriminiert werden.

 

Hans Reiner Haberstock, Pfr.

 

Gedanken zum Palmsonntag,

05. April 2020

 

Kennen Sie das auch, dass Ihnen manchmal zum Lachen und Weinen gleichzeitig zumute ist?

In diesen Wochen, die so geprägt und belastet sind durch die Corona-Epidemie, geht es mir öfters so: Ich sehe Nachrichten, lese die Zeitung und mir wird es bange ums Herz. Dann nehme ich wahr, wie Menschen einander Mitgefühl und Solidarität schenken, gerade auch über räumliche Distanz hinweg, so wie es auch an vielen Orten in unserer Gemeinde und unserer Nachbarschaft geschieht, und über diese Hoffnungszeichen muss ich lächeln. Und wenn ich nach draußen sehe, auf die Bäume, die gerade zartgrün sprossen, macht mein Herz zuweilen vor Freude einen Sprung.

Weinen und Lachen zugleich – diese Stimmung trifft sich mit Palmsonntag.  Denn der Sonntag, fünf Tage vor Karfreitag und eine Woche vor Ostern, ist voller Seufzen und Jubeln zugleich.

Das zeigt sich schon im Wochenpsalm, dem Psalm 69. Er beginnt mit den Worten:

Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle...

In tiefe Wasser geraten zu sein und das Wasser geht bis zum Hals… Das Gefühl haben im Moment wohl viele Menschen, die unablässig für das Wohlergehen anderer arbeiten, besonders in den Krankenhäusern und in der Pflege. Aber auch in uns anderen kann in manchem Moment der Angst und Verunsicherung das Gefühl entstehen, dass die Wasser immer höher steigen.

 

Ganz anders von der Stimmung– voller Jubel und Freude- ist dagegen das Evangelium für den Palmsonntag (Johannesevangelium 12, 12-19). Dort wird erzählt wie Jesus auf einem jungen Esel einreitet in Jerusalem. Auch der Prophet Sacharja klingt hinein, wenn es heißt: „Fürchte dich nicht, du Tochter Zion!

Siehe dein König kommt und reitet auf einem Eselfüllen.“  

Jesus Christus, ein König - aber was für einer!  Keiner, der kommt auf einem Pferd, geübt darin in die Schlacht zu reiten, umgeben von Soldaten und Waffen. Stattdessen kommt Jesus auf einem Esel, diesem so eigenwilligen wie friedliebenden Tier. Ganz schutzlos kommt Jesus. Und die Menschen, so erzählen es die Evangelisten Markus (Kapitel 11) und Matthäus (Kapitel 21), brechen Palmzweige ab, bereiten damit Jesus einen Weg und jubeln vor Freude „Hosianna!“ - „Hosianna“, das ist ein Freuderuf. Und zugleich eine Klage und Bitte: „Hilf doch!“

 

Wie verwundbar Jesus Christus selbst ist, das zeigt sich fünf Tage nach Palmsonntag, am Karfreitag: Jesus Christus bespuckt und geschlagen, verurteilt, stirbt am Kreuz. In der Stunde seines Todes schreit Jesus Christus: „Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Markus-Evangelium 15,34; Matthäus-Evangelium 27,45). Wie viele schreien wohl mit Jesus in diesen Tagen, da Menschen auf der ganzen Welt schwer an Corona erkranken?!

 Aber gerade indem Jesus Christus mitten hinein geht in das Leid, stellt er sich ganz und gar auf die Seite der Leidenden – und das heißt in diesen Wochen auch: auf die Seite, der Menschen, die schwer erkrankt sind, genauso wie auf die Seite derer, die nun unablässig um sie sorgen.

Und noch mehr: indem sich Jesus Christus auf die Seite der Leidenden stellt, wird er Schmerz und Leid durchbrechen. Denn nicht der Karfreitag mit all seiner Todesfinsternis ist das Ende der Geschichte. Sondern die Geschichte geht am Ostersonntag weiter:  Jesus Christus ist auferstanden. Licht und Hoffnung schreiben sich auch in unser Leben hinein.

 

Weinen und Lachen. Seufzen und Jubeln. Karfreitag und Ostern. All das bildet sich schon im Palmsonntag ab. Ein Sonntag, an dem wir vielleicht mal laut und mal leise, mal ängstlich und mal zuversichtlich mit Menschen auf der ganzen Welt rufen: „Hosianna! Hilf doch!“

 

Melanie Lohwasser, Pfarrerin

Psalm 43

1 Schaffe mir Recht, Gott, / und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten!

2 Denn du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt? 3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, 4 dass ich hineingehe zum Altar Gottes, / zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

5 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Psalm 95, 1-7

Kommt herzu, lasst uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsres Heils!

Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen! Denn der HERR ist ein großer Gott und ein großer König über alle Götter. Denn in seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Höhen der Berge sind auch sein. Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht, und seine Hände haben das Trockene bereitet.

Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat. Denn er ist unser Gott und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Wenn ihr doch heute auf seine Stimme hören wolltet.

 

Foto: H.R. Haberstock 1999:

Sonnenaufgang auf dem Berg Horeb im Sinai

 

Öffnungszeiten

Die Lutherkirche ist wegen der Schutzmaßnahmen gegen die Ansteckungsgefahr durchdas Coronavirus zur Zeit nicht geöffnet.

 

Das Gemeindebüro ist ist wegen der Schutzmaßnahmen gegen die Ansteckungsgefahr durchdas Coronavirus zur Zeit nicht geöffnet.

Pfarrerin Melanie Lohwasser

können Sie erreichen unter

der Telefonnummer

069 - 95 50 71 58

oder per E-Mail: Melanie.Lohwasser@ek-ffm-of.de

Pfarrer Hans Reiner Haberstock

können Sie erreichen unter

der Telefonnummer

069 - 43 44 32

oder per E-Mail: HansReiner.Haberstock@ekhn.de

 

 

Evangelische Luthergemeinde

Gemeindezentrum Lutherkirche

Martin-Luther-Platz 1

60316 Frankfurt am Main

 

Telefon: 069 - 40 56 27 20

Telefax: 069 -  40 89 82 70

E-Mail: 

Luthergemeinde.Frankfurt@ekhn.de

www.luthergemeinde-frankfurt.de

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