Psalmworte und Liedvers zum

19. Sonntag nach Trinitatis,

am 10. Oktober 2021

 

Heile du mich, HERR,

so werde ich heil; 

hilf du mir, so ist mir geholfen.

                            Jeremia 17,14

 

Naurstein-Brunnen in den Kuranlagen von

Bad Bocklet, gefasst von Balthasar Neumann

 

Foto: Antje Gießelmann

Psalm 32

 

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind,

dem die Sünde bedeckt ist!

Wohl dem Menschen, dem der HERR die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Falsch ist!

 

Denn da ich es wollte verschweigen,

verschmachteten meine Gebeine durch
mein tägliches Klagen.

Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir,

dass mein Saft vertrocknete, 

wie es im Sommer dürre wird. 

Darum bekannte ich dir meine Sünde,

und meine Schuld verhehlte ich nicht.

Ich sprach: 

Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen.

Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde. 

 

Deshalb werden alle Heiligen zu dir beten

zur Zeit der Angst;

darum, wenn große Wasserfluten kommen,

werden sie nicht an sie gelangen.

Du bist mein Schirm, du wirst mich vor Angst behüten,

dass ich errettet gar fröhlich rühmen kann. 

Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, 

den du gehen sollst;

ich will dich mit meinen Augen leiten.

 

Seid nicht wie Rosse und Maultiere,

die ohne Verstand sind,

denen man Zaum und Gebiss anlegen muss;

sie werden sonst nicht zu dir kommen.

 

Der Gottlose hat viel Plage;

wer aber auf den HERRN hofft, 

den wird die Güte umfangen.

Freuet euch des HERRN und seid fröhlich, ihr Gerechten, und jauchzet, alle ihr Frommen.

Psalm 32* 

Liedvers

 

Alles vergehet, Gott aber stehet

ohn alles Wanken; seine Gedanken,

sein Wort und Wille hat ewigen Grund.

Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden,

heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen,

halten uns zeitlich und ewig gesund.

 

Paul Gerhardt

Die güldne Sonne voll Freud und Wonne, EG 449

 

 

 

*Quelle: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, 

  © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

  Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

Psalmworte und Gebet zum

18. Sonntag nach Trinitatis,

E r n t e d a n k f e s t

am 03. Oktober 2021

 

 

Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen

ihre Speise zur rechten Zeit.

Psalm 145,15

 

 

Altarschmuck und Bibel

in der Kapelle der Lutherkirche

 

Foto: Christian Schwarz

Lob des Schöpfers, Psalm 104, 1-23

 

Lobe den HERRN, meine Seele!

HERR, mein Gott, du bist sehr groß;

in Hoheit und Pracht bist du gekleidet.

Licht ist dein Kleid, das du anhast.

Du breitest den Himmel aus wie ein Zelt;

du baust deine Gemächer über den Wassern.

Du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen

Und kommst daher auf den Fittichen des Windes,

der du machst Winde zu deinen Boten

und Feuerflammen zu deinen Dienern;

der du das Erdreich gegründet hast auf festen Boden,

dass es nicht wankt immer und ewiglich.

Die Flut der Tiefe deckte es wie ein Kleid,

und die Wasser standen über den Bergen,

aber vor deinem Schelten flohen sie,

vor deinem Donner fuhren sie dahin.

Sie stiegen hoch empor auf die Berge

und sanken herunter in die Täler zum Ort, 

den du ihnen gegründet hast.

Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht

und dürfen nicht wieder das Erdreich bedecken.

 

Du lässest Brunnen quellen in den Tälern,

dass sie zwischen den Bergen dahinfließen,

dass alle Tiere des Feldes trinken

und die Wildesel ihren Durst löschen.

Darüber sitzen die Vögel des Himmels

und singen in den Zweigen.

Du tränkst die Berge von oben her,

du machst das Land voll Früchte, die du schaffest.

Du lässest Gras wachsen für das Vieh

und Saat zu Nutz den Menschen,

dass du Brot aus der Erde hervorbringst,

dass der Wein erfreue des Menschen Herz

und sein Antlitz glänze vom Öl

und das Brot des Menschen Herz stärke.

Die Bäume des HERRN stehen voll Saft,

die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat.

Dort nisten die Vögel,

und die Störche wohnen in den Wipfeln.

Die hohen Berge geben dem Steinbock Zuflucht

und die Felsklüfte dem Klippdachs.

 

Du hast den Mond gemacht, das Jahr danach zu teilen;

die Sonne weiß ihren Niedergang.

Du machst Finsternis, dass es Nacht wird;

da regen sich alle Tiere des Waldes,

die jungen Löwen, die da brüllen nach Raub 

und ihre Speise fordern von Gott.

Wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon

und legen sich in ihre Höhlen.

Dann geht der Mensch hinaus an seine Arbeit

und an sein Werk bis an den Abend.

 

Psalm 104, 1-23* 

Gebet

 

Wir falten unsre Hände

vor jedem Bissen Brot

zum Dank, dass ohne Ende

Gott sendet, was uns not.

 

Er hält in seiner Güte

das Brot für uns bereit.

Wir beten: Gott behüte

uns bis in Ewigkeit.

 

Arno Pötzsch

 

 

*Quelle: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, 

© 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

 

Psalmworte und Liedvers

zum 17. Sonntag nach Trinitatis,

am 26. September 2021

 

 

Unser Glaube ist der Sieg, 

der die Welt überwunden hat.

1. Johannes 5, 4c

 

 

Torso der gekreuzigten Christusfigur am Altar der alten Kirche 

vor vertikalem Hochfenster mit Gnadenströmen 

von Georg Meistermann in der Kapelle der Lutherkirche

Foto: Christian Schwarz

Dank für Gottes Hilfe, Psalm 138

 

Ich danke dir von ganzem Herzen, 

vor den Göttern will ich dir lobsingen.

Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel hin

und deinen Namen preisen für deine Güte und Treue;

denn du hast dein Wort herrlich gemacht

um deines Namens willen.

Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich

und gibst meiner Seele große Kraft.

 

Es danken dir, HERR, alle Könige auf Erden,

dass sie hören das Wort deines Mundes;

sie singen von den Wegen des Herrn,

dass die Herrlichkeit des HERRN so groß ist.

Denn der HERR ist hoch und sieht auf den Niedrigen

und kennt den Stolzen von ferne.

Wenn ich mitten in der Angst wandle,

so erquickst du mich

und reckst deine Hand gegen den Zorn meiner Feinde

und hilfst mir mit deiner Rechten.

Der HERR wird’s vollenden um meinetwillen. 

HERR, deine Güte ist ewig.

Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen.

 

Psalm 138*

Liedvers

 

Meins Herzens Kron, mein Freudensonn
sollst du, Herr Jesu, bleiben;
lass mich doch nicht von deinem Licht
durch Eitelkeit vertreiben;
bleib du mein Preis, dein Wort mich speis,
bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr,
an dich stets fest zu glauben.

 

Aus: Such wer da will ein ander Ziel, 

Georg Weissel

 

 

*Quelle: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, 

© 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

 

 

Fürbittengebet

 

 

aus Psalm 69

 

zum 16. Sonntag

nach Trinitatis,

am 19. September 2021

 

 

aus aktuellem Anlass zur Unwetter-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfahlen

 
 
 
 
 
Foto: Hans Reiner Haberstock
 
Fürbittengebet
 
Gott des Lebens,
wir sind erschrocken und aufgewühlt:
Das Hochwasser der vergangenen Tage
hat Menschen fortgeschwemmt.
Der Starkregen hat Keller geflutet und Straßen überspült.
Viele bangen um ihre Angehörigen und um ihr Zuhause.
 
Gott, wir rufen zu dir
wie der Beter aus dem Gebetbuch des Volkes Israel:
 
„Rette mich, Gott!
Das Wasser steht mir bis zum Hals.
Ich bin versunken in tiefem Schlamm
und finde keinen festen Grund.
In tiefes Wasser bin ich geraten.
Eine Flutwelle spülte mich fort.“
(Psalm 69,2+3).
 
Gott,
wir bitten dich um Trost und Beistand
für alle, deren Zuhause verwüstet ist,
die evakuiert werden mussten,
die Hab und Gut verloren haben.
 
Sende den Betroffenen die Hilfe, die sie brauchen:
 
tatkräftige Unterstützung,
finanziellen Beistand,
emotionale Begleitung,
unermüdliche Gebete.
 
Gott,
wir bitten Dich
um Frieden für die, die ihr Leben verloren haben,
und um Trost für ihre Angehörigen.
 
Gott,
wir bitten Dich
für die Männer und Frauen,
die an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen,
die Menschen aus eingeschlossenen Häusern holen,
die Dämme sichern,
die für Notunterkünfte sorgen.
Sei du ihnen nahe bei allem, was sie tun.
Stärke sie und gib ihnen Geduld und Übersicht.
 
Gott,
wir erkennen, wie schnell sich das Klima verändert
und in welcher Bedrohung unsere Welt steht.
Diese Naturkatastrophe führt uns vor Augen,
was wir unserer Umwelt antun.
Hilf uns umzukehren.
Lass uns nicht gegen, sondern für und mit deiner
Schöpfung leben.
 
„Ich aber schicke mein Gebet zu dir,
zu der Zeit, Herr, die dir gefällt:
Antworte mir, Gott, in deiner großen Güte,
zeig mir deine Treue und rette mich!
Zieh mich aus dem Schlamm,
sonst muss ich darin versinken!
Rette mich aus dem Strudel …
und aus dem tiefen Wasser!“
(Psalm 69,14.15)
 
Amen.
von Helga Schröck-Vietor, Evangelische Kirche im Rheinland, www.ekir.de
 

Öffnungszeiten

Die Lutherkirche ist wegen der Schutzmaßnahmen gegen die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus tagsüber zur Zeit nicht geöffnet.

 

Das Gemeindebüro ist wegen der Schutzmaßnahmen gegen die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus zur Zeit nicht geöffnet.

 

Pfarrerin Melanie Lohwasser

können Sie erreichen unter

der Telefonnummer

069 - 95 50 71 58

oder per E-Mail: Melanie.Lohwasser@ek-ffm-of.de

Evangelische Luthergemeinde

Gemeindezentrum Lutherkirche

Martin-Luther-Platz 1

60316 Frankfurt am Main

 

Telefon: 069 - 40 56 27 20

Telefax: 069 -  40 89 82 70

E-Mail:

Luthergemeinde.Frankfurt@ekhn.de

www.luthergemeinde-frankfurt.de

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Evangelische Luthergemeinde Frankfurt am Main