O Heiland reiß die Himmel auf - Foto: Christian Schwarz

 

 

Psalmworte und Liedvers

zum 2. Advent am 5. Dezember 2021

 

 

Seht auf und erhebt eure Häupter,

weil sich eure Erlösung naht.

Lukas 21, 28

 

 

Wochenpsalm, Psalm 80

 

Du Hirte Israels, höre,
der du Josef hütest wie Schafe!
Erscheine, der du thronst über den Cherubim,
vor Ephraim, Benjamin und Manasse!
Erwecke deine Kraft
und komm uns zu Hilfe!
Gott, tröste uns wieder
und lass leuchten dein Antlitz, so ist uns geholfen.
 
HERR, Gott Zebaoth, wie lange willst du zürnen
beim Gebet deines Volkes?
Du speisest sie mit Tränenbrot
und tränkest sie mit einem großen Krug voll Tränen.
Du lässest unsre Nachbarn sich um uns streiten,
und unsre Feinde verspotten uns.
Gott Zebaoth, tröste uns wieder
und lass leuchten dein Antlitz, so ist uns geholfen.
 
Du hast einen Weinstock aus Ägypten geholt,
hast vertrieben die Völker und ihn eingepflanzt.
Du hast vor ihm Raum gemacht
und hast ihn lassen einwurzeln,
dass er das Land erfüllt hat.
Berge sind mit seinem Schatten bedeckt
und mit seinen Reben die Zedern Gottes.
Du hast seine Ranken ausgebreitet bis an das Meer
und seine Zweige bis an den Strom.
Warum hast du denn seine Mauern zerbrochen,
dass jeder seine Früchte abreißt, der vorübergeht?
Es haben ihn zerwühlt die wilden Säue,
und die Tiere des Feldes haben ihn abgeweidet.
Gott Zebaoth, wende dich doch!
Schau vom Himmel und sieh,
nimm dich dieses Weinstocks an!
Schütze doch, was deine Rechte gepflanzt hat,
den Sohn, den du dir großgezogen hast!
Sie haben ihn mit Feuer verbrannt wie Kehricht;
vor dem Drohen deines Angesichts sollen sie umkommen.
Deine Hand schütze den Mann deiner Rechten,
den Sohn, den du dir großgezogen hast.
So wollen wir nicht von dir weichen.
Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.
HERR, Gott Zebaoth, tröste uns wieder;
lass leuchten dein Antlitz,
so ist uns geholfen.
Psalm 80*

 

Liedvers

 

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,

darauf sie all ihr Hoffnung stellt?
O komm, ach komm vom höchsten Saal,
komm, tröst uns hier im Jammertal.
 
aus: Friedrich von Spee, O Heiland reiß die Himmel auf, EG 7
 
 

 

*Quelle: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, 

  © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

  Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

 

Psalmworte und Liedvers 

zum 1. Advent am

28. November 2021

 

Siehe, dein König
kommt zu dir,
ein Gerechter
und ein Helfer.
Sacharja 9, 9

 

Foto: Hans Reiner Haberstock

 
Psalm 24
Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist,
der Erdkreis und die darauf wohnen.
Denn er hat ihn über den Meeren gegründet
und über den Wassern bereitet.
Wer darf auf des HERRN Berg gehen,
und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
Wer unschuldige Hände hat
und reinen Herzens ist,
wer nicht bedacht ist auf Lüge
und nicht schwört zum Trug:
der wird den Segen vom HERRN empfangen
und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.
Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt,
das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs.
Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,
dass der König der Ehre einziehe!
Wer ist der König der Ehre?
Es ist der HERR, stark und mächtig,
der Herr, mächtig im Streit.
Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,
dass der König der Ehre einziehe!
Wer ist der König der Ehre?
Es ist der HERR Zebaoth; er ist der König der Ehre.
 
 

Psalm 24* 

Liedvers

 

Er ist gerecht, ein Helfer wert;
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Heiland groß von Tat.
aus: Macht hoch die Tür,
Georg Weissel, EG 1

 

 

*Quelle: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, 

  © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

  Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

Psalmworte und Liedvers zum

Ewigkeitssonntag,

21. November 2021

Lasst eure Lenden umgürtet sein
und eure
Lichter brennen.
Lukas 12, 35

 

Auferstehung Christi, Dom St. Peter, Worms 

Foto: Christian Schwarz

Psalm 126

Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird,
so werden wir sein wie die Träumenden.
Dann wird unser Mund voll Lachens
und unsre Zunge voll Rühmens sein.
Da wird man sagen unter den Völkern:
Der HERR hat Großes an ihnen getan!
Der HERR hat Großes an uns getan;
des sind wir fröhlich.
HERR, bringe zurück unsre Gefangenen,
wie du die Bäche wiederbringst im Südland.
Die mit Tränen säen,
werden mit Freuden ernten.
Sie gehen hin und weinen
und tragen guten Samen
und kommen mit Freuden
und bringen ihre Garben.

 

Psalm 126*

Liedvers

 

O Jesu, meine Wonne,
komm bald und mach dich auf;
geh auf, ersehnte Sonne,
und eile deinen Lauf.
O Jesu, mach ein Ende
und führ uns aus dem Streit;
wir heben Haupt und Hände
nach der Erlösungszeit.
 
aus: Ermuntert euch, ihr Frommen,
Lorenz Lorenzen
EG 151

 

*  Quelle: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, 

© 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

Psalmworte und Vers zum

21. Sonntag nach Trinitatis,

am 24. Oktober 2021

 

 

 
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten.
Römer 12, 21

 

 

Feldweg

zwischen der Hohen Straße

und Oberdorffelden

 

Foto: Antje Gießelmann

Psalm 19

 

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes,

und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.

Ein Tag sagt's dem andern,
und eine Nacht tut's kund der andern,
ohne Sprache und ohne Worte;
unhörbar ist ihre Stimme.
Ihr Schall geht aus in alle Lande
und ihr Reden bis an die Enden der Welt.
Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht;
sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer
und freut sich wie ein Held, zu laufen die Bahn.
Sie geht auf an einem Ende des Himmels
und läuft um bis wieder an sein Ende,
und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen.
 
Das Gesetz des HERRN ist vollkommen
und erquickt die Seele.
Das Zeugnis des HERRN ist gewiss
und macht die Unverständigen weise.
Die Befehle des HERRN sind richtig
und erfreuen das Herz.
Die Gebote des HERRN sind lauter
und erleuchten die Augen.
Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich.
Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht.
Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold,
sie sind süßer als Honig und Honigseim.
Auch lässt dein Knecht sich durch sie warnen;
und wer sie hält, der hat großen Lohn.
Wer kann merken, wie oft er fehlet?
Verzeihe mir die verborgenen Sünden!
Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen,
dass sie nicht über mich herrschen;
so werde ich ohne Tadel sein
und unschuldig bleiben von großer Missetat.
Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes
und das Gespräch meines Herzens vor dir,
HERR, mein Fels und mein Erlöser.

 

Psalm 19*

Vers

 

Wie überwinden wir das Böse? Indem wir es vergeben ohne Ende. Wie geschieht das? Indem wir den Feind sehen als den, der er in Wahrheit ist, als den, für den Christus starb, den Christus liebt.

Dietrich Bonhoeffer**

 

 

** Quelle: Dietrich Bonhoeffer, Werke 15, 469 f.

 

*  Quelle: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, 

© 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

Psalmworte und Liedvers zum

20. Sonntag nach Trinitatis,

am 17. Oktober 2021

 

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: 

nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben 

und demütig sein vor deinem Gott. 

Micha 6,8

Altarschmuck und Bibel

in der Kapelle der Lutherkirche

Foto: Christian Schwarz

Psalm 119, 1-18

 

Wohl denen, die ohne Tadel leben,

die im Gesetz des HERRN wandeln!

Wohl denen, die sich an seine Zeugnisse halten,

die ihn von ganzem Herzen suchen,

die auf seinen Wegen wandeln

und kein Unrecht tun.

Du hast geboten, fleißig zu halten deine Befehle.

O dass mein Leben deine Gebote

mit ganzem Ernst hielte.

Wenn ich schaue allein auf deine Gebote,

so werde ich nicht zuschanden.

Ich danke dir mit aufrichtigem Herzen,

dass du mich lehrst die Ordnungen deiner Gerechtigkeit.

Deine Gebote will ich halten;

verlass mich nimmermehr!

 

Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen?

Wenn er sich hält an dein Wort.

Ich suche dich von ganzem Herzen;

lass mich nicht abirren von deinen Geboten.

Ich behalte dein Wort in meinem Herzen,

damit ich nicht wider dich sündige.

Gelobet seist du, HERR!

Lehre mich deine Gebote!

Ich will mit meinen Lippen erzählen

alle Urteile deines Mundes.

Ich freue mich über den Weg deiner Zeugnisse

wie über allen Reichtum.

Ich will nachsinnen über deine Befehle

und schauen auf deine Wege.

Ich habe Freude an deinen Satzungen

und vergesse deine Worte nicht.

Tu wohl deinem Knecht, dass ich lebe

und dein Wort halte.

Öffne mir die Augen, dass ich sehe

die Wunder an deinem Gesetz.

Psalm 119, 1-18*

Liedvers

 

Mein Herz hängt treu und feste

an dem, was dein Wort lehrt.
Herr, tu bei mir das Beste,
sonst ich zuschanden werd.
Wenn du mich leitest, treuer Gott,
so kann ich richtig laufen
den Weg deiner Gebot.

Cornelius Becker

Wohl denen, die da wandeln, EG 295

 

 

*Quelle: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, 

  © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

  Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

Psalmworte und Liedvers zum

19. Sonntag nach Trinitatis,

am 10. Oktober 2021

 

Heile du mich, HERR,

so werde ich heil; 

hilf du mir, so ist mir geholfen.

                            Jeremia 17,14

 

Naurstein-Brunnen in den Kuranlagen von

Bad Bocklet, gefasst von Balthasar Neumann

 

Foto: Antje Gießelmann

Psalm 32

 

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind,

dem die Sünde bedeckt ist!

Wohl dem Menschen, dem der HERR die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Falsch ist!

 

Denn da ich es wollte verschweigen,

verschmachteten meine Gebeine durch
mein tägliches Klagen.

Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir,

dass mein Saft vertrocknete, 

wie es im Sommer dürre wird. 

Darum bekannte ich dir meine Sünde,

und meine Schuld verhehlte ich nicht.

Ich sprach: 

Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen.

Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde. 

 

Deshalb werden alle Heiligen zu dir beten

zur Zeit der Angst;

darum, wenn große Wasserfluten kommen,

werden sie nicht an sie gelangen.

Du bist mein Schirm, du wirst mich vor Angst behüten,

dass ich errettet gar fröhlich rühmen kann. 

Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, 

den du gehen sollst;

ich will dich mit meinen Augen leiten.

 

Seid nicht wie Rosse und Maultiere,

die ohne Verstand sind,

denen man Zaum und Gebiss anlegen muss;

sie werden sonst nicht zu dir kommen.

 

Der Gottlose hat viel Plage;

wer aber auf den HERRN hofft, 

den wird die Güte umfangen.

Freuet euch des HERRN und seid fröhlich, ihr Gerechten, und jauchzet, alle ihr Frommen.

Psalm 32* 

Liedvers

 

Alles vergehet, Gott aber stehet

ohn alles Wanken; seine Gedanken,

sein Wort und Wille hat ewigen Grund.

Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden,

heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen,

halten uns zeitlich und ewig gesund.

 

Paul Gerhardt

Die güldne Sonne voll Freud und Wonne, EG 449

 

 

 

*Quelle: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, 

  © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

  Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

Psalmworte und Gebet zum

18. Sonntag nach Trinitatis,

E r n t e d a n k f e s t

am 03. Oktober 2021

 

 

Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen

ihre Speise zur rechten Zeit.

Psalm 145,15

 

 

Altarschmuck und Bibel

in der Kapelle der Lutherkirche

 

Foto: Christian Schwarz

Lob des Schöpfers, Psalm 104, 1-23

 

Lobe den HERRN, meine Seele!

HERR, mein Gott, du bist sehr groß;

in Hoheit und Pracht bist du gekleidet.

Licht ist dein Kleid, das du anhast.

Du breitest den Himmel aus wie ein Zelt;

du baust deine Gemächer über den Wassern.

Du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen

Und kommst daher auf den Fittichen des Windes,

der du machst Winde zu deinen Boten

und Feuerflammen zu deinen Dienern;

der du das Erdreich gegründet hast auf festen Boden,

dass es nicht wankt immer und ewiglich.

Die Flut der Tiefe deckte es wie ein Kleid,

und die Wasser standen über den Bergen,

aber vor deinem Schelten flohen sie,

vor deinem Donner fuhren sie dahin.

Sie stiegen hoch empor auf die Berge

und sanken herunter in die Täler zum Ort, 

den du ihnen gegründet hast.

Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht

und dürfen nicht wieder das Erdreich bedecken.

 

Du lässest Brunnen quellen in den Tälern,

dass sie zwischen den Bergen dahinfließen,

dass alle Tiere des Feldes trinken

und die Wildesel ihren Durst löschen.

Darüber sitzen die Vögel des Himmels

und singen in den Zweigen.

Du tränkst die Berge von oben her,

du machst das Land voll Früchte, die du schaffest.

Du lässest Gras wachsen für das Vieh

und Saat zu Nutz den Menschen,

dass du Brot aus der Erde hervorbringst,

dass der Wein erfreue des Menschen Herz

und sein Antlitz glänze vom Öl

und das Brot des Menschen Herz stärke.

Die Bäume des HERRN stehen voll Saft,

die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat.

Dort nisten die Vögel,

und die Störche wohnen in den Wipfeln.

Die hohen Berge geben dem Steinbock Zuflucht

und die Felsklüfte dem Klippdachs.

 

Du hast den Mond gemacht, das Jahr danach zu teilen;

die Sonne weiß ihren Niedergang.

Du machst Finsternis, dass es Nacht wird;

da regen sich alle Tiere des Waldes,

die jungen Löwen, die da brüllen nach Raub 

und ihre Speise fordern von Gott.

Wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon

und legen sich in ihre Höhlen.

Dann geht der Mensch hinaus an seine Arbeit

und an sein Werk bis an den Abend.

 

Psalm 104, 1-23* 

Gebet

 

Wir falten unsre Hände

vor jedem Bissen Brot

zum Dank, dass ohne Ende

Gott sendet, was uns not.

 

Er hält in seiner Güte

das Brot für uns bereit.

Wir beten: Gott behüte

uns bis in Ewigkeit.

 

Arno Pötzsch

 

 

*Quelle: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, 

© 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

 

Psalmworte und Liedvers

zum 17. Sonntag nach Trinitatis,

am 26. September 2021

 

 

Unser Glaube ist der Sieg, 

der die Welt überwunden hat.

1. Johannes 5, 4c

 

 

Torso der gekreuzigten Christusfigur am Altar der alten Kirche 

vor vertikalem Hochfenster mit Gnadenströmen 

von Georg Meistermann in der Kapelle der Lutherkirche

Foto: Christian Schwarz

Dank für Gottes Hilfe, Psalm 138

 

Ich danke dir von ganzem Herzen, 

vor den Göttern will ich dir lobsingen.

Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel hin

und deinen Namen preisen für deine Güte und Treue;

denn du hast dein Wort herrlich gemacht

um deines Namens willen.

Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich

und gibst meiner Seele große Kraft.

 

Es danken dir, HERR, alle Könige auf Erden,

dass sie hören das Wort deines Mundes;

sie singen von den Wegen des Herrn,

dass die Herrlichkeit des HERRN so groß ist.

Denn der HERR ist hoch und sieht auf den Niedrigen

und kennt den Stolzen von ferne.

Wenn ich mitten in der Angst wandle,

so erquickst du mich

und reckst deine Hand gegen den Zorn meiner Feinde

und hilfst mir mit deiner Rechten.

Der HERR wird’s vollenden um meinetwillen. 

HERR, deine Güte ist ewig.

Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen.

 

Psalm 138*

Liedvers

 

Meins Herzens Kron, mein Freudensonn
sollst du, Herr Jesu, bleiben;
lass mich doch nicht von deinem Licht
durch Eitelkeit vertreiben;
bleib du mein Preis, dein Wort mich speis,
bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr,
an dich stets fest zu glauben.

 

Aus: Such wer da will ein ander Ziel, 

Georg Weissel

 

 

*Quelle: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, 

© 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

 

 

Fürbittengebet

 

 

aus Psalm 69

 

zum 16. Sonntag

nach Trinitatis,

am 19. September 2021

 

 

aus aktuellem Anlass zur Unwetter-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfahlen

 
 
 
 
 
 
Foto: Hans Reiner Haberstock
 
Fürbittengebet
 
Gott des Lebens,
wir sind erschrocken und aufgewühlt:
Das Hochwasser der vergangenen Tage
hat Menschen fortgeschwemmt.
Der Starkregen hat Keller geflutet und Straßen überspült.
Viele bangen um ihre Angehörigen und um ihr Zuhause.
 
Gott, wir rufen zu dir
wie der Beter aus dem Gebetbuch des Volkes Israel:
 
„Rette mich, Gott!
Das Wasser steht mir bis zum Hals.
Ich bin versunken in tiefem Schlamm
und finde keinen festen Grund.
In tiefes Wasser bin ich geraten.
Eine Flutwelle spülte mich fort.“
(Psalm 69,2+3).
 
Gott,
wir bitten dich um Trost und Beistand
für alle, deren Zuhause verwüstet ist,
die evakuiert werden mussten,
die Hab und Gut verloren haben.
 
Sende den Betroffenen die Hilfe, die sie brauchen:
 
tatkräftige Unterstützung,
finanziellen Beistand,
emotionale Begleitung,
unermüdliche Gebete.
 
Gott,
wir bitten Dich
um Frieden für die, die ihr Leben verloren haben,
und um Trost für ihre Angehörigen.
 
Gott,
wir bitten Dich
für die Männer und Frauen,
die an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen,
die Menschen aus eingeschlossenen Häusern holen,
die Dämme sichern,
die für Notunterkünfte sorgen.
Sei du ihnen nahe bei allem, was sie tun.
Stärke sie und gib ihnen Geduld und Übersicht.
 
Gott,
wir erkennen, wie schnell sich das Klima verändert
und in welcher Bedrohung unsere Welt steht.
Diese Naturkatastrophe führt uns vor Augen,
was wir unserer Umwelt antun.
Hilf uns umzukehren.
Lass uns nicht gegen, sondern für und mit deiner
Schöpfung leben.
 
„Ich aber schicke mein Gebet zu dir,
zu der Zeit, Herr, die dir gefällt:
Antworte mir, Gott, in deiner großen Güte,
zeig mir deine Treue und rette mich!
Zieh mich aus dem Schlamm,
sonst muss ich darin versinken!
Rette mich aus dem Strudel …
und aus dem tiefen Wasser!“
(Psalm 69,14.15)
 
Amen.
von Helga Schröck-Vietor, Evangelische Kirche im Rheinland, www.ekir.de
 

Öffnungszeiten

Die Lutherkirche ist wegen der Schutzmaßnahmen gegen die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus tagsüber zur Zeit nicht geöffnet.

 

Das Gemeindebüro ist wegen der Schutzmaßnahmen gegen die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus zur Zeit nicht geöffnet.

 

Pfarrerin Melanie Lohwasser

können Sie erreichen unter

der Telefonnummer

069 - 95 50 71 58

oder per E-Mail: Melanie.Lohwasser@ek-ffm-of.de

Evangelische Luthergemeinde

Gemeindezentrum Lutherkirche

Martin-Luther-Platz 1

60316 Frankfurt am Main

 

Telefon: 069 - 40 56 27 20

Telefax: 069 -  40 89 82 70

E-Mail:

Luthergemeinde.Frankfurt@ekhn.de

www.luthergemeinde-frankfurt.de

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